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Was ist Digitalisierung? – Ihre Chancen und Vorteile

Welches Wort assoziieren Sie mit Digitalisierung? Computer? Effizienz? Transformation? Smart Home? Alles richtig und dabei bedeutet es noch so viel mehr!
Ursprünglich bezeichnete der Begriff „Digitalisierung“ die Umwandlung von analogen Daten in digitale Formate. Im Laufe der Zeit sprach man auch von einem digitalen Wandel oder anders gesagt einer digitalen Transformation. Dieser Prozess beschreibt das Zusam-

menspiel von digitalen Daten und digitalen Anwendungen. Aber wie kam es überhaupt dazu und welche Vorteile und Chancen ergeben sich durch die Digitalisierung? Die Antworten darauf lesen Sie im folgenden Artikel.

Digitalisierung – wie alles begann

Die Geschichte der Digitalisierung nimmt ihren Ursprung in der Ära der Automatisierung und Industrialisierung.

 

Die industrielle Revolution veränderte die Welt: Was Menschen bis dahin mühevoll durch ihrer Hände Arbeit erschufen, wurde mehr und mehr durch maschinelle Arbeit ersetzt. Besonders anschaulich lässt sich dies am Beispiel der Garnherstellung erklären. Eine Arbeiterin am Spinnrad spann mühsam Wolle zu Garnfäden. Bis zum 18. Jahrhundert hatte sich diese Technik zur Garnherstellung kaum verändert. Im Jahr 1764 wurde in England die „Spinning Jenny“ entwickelt - eine Maschine, mit der eine Arbeiterin bis zu acht Fäden gleichzeitig verspin-

nen konnte. An diesem Beispiel erkennt man, dass man sich schon damals Gedanken über Zeitersparnis und Effizienz machte, denn die „Spinning Jenny“ erledigte die Arbeit von acht Arbeiterinnen. Hinzu kam noch der mechanische Webstuhl, der von einer Dampfmaschine betrieben wurde. Damit konnte man Stoffe in Fabriken statt in kleinen Auflagen nun in Massen produzieren.

 

Damit war der Grundstein für die Industrialisierung gelegt. Maschinen kamen verstärkt in der Agrarwirtschaft zum Einsatz und steigerten die Lebensmittelproduktion, was auch zu einem Bevölkerungswachstum führte. Je mehr Menschen, desto mehr Lebensmittel und Güter wurden benötigt und hergestellt, was auch nur mithilfe der Massenproduktion möglich war. Die industrielle Revolution an sich hat nicht nur das 18. Jahrhundert verändert, sondern prägt die Welt bis heute - von der Manufaktur über die mechanische Produktion und Fließbandarbeit, bis hin zur Erfindung des Mikroprozessors und schließlich die Industrie 4.0 als eine neue Ära der Automatisierung, in der wir uns aktuell befinden.

Was charakterisiert die Industrie 4.0?

Die Bezeichnung „Industrie 4.0“ – der in Deutschland oft als Synonym für die Digitalisierung steht – taucht erst ab 2011 auf. Dieser Begriff steht für die vierte Etappe der Industrialisierung, in der sich Menschen und Maschinen durch moderne Informations- und Kommunikationstechnik vernetzen.
In Deutschland ist man von der Zeitersparnis und der Effizienzsteigerung durch die Digitalisierung überzeugt sind. Das ergab unter anderen eine aktuelle Trendstudie von EARSandEYES GmbH. 76 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass die Digitalisierung den Zugang zu Wissen und Bildung erleichtert und sogar 60 Prozent sind davon überzeugt, dass ohne die Digitalisierung ein wirtschaftlicher Aufschwung undenkbar ist.
Flexibler, intelligenter, effizienter produzieren und neue Geschäftsmodelle entwickeln – das verspricht die Industrie 4.0.

 

Wo wird die Digitalisierung im Alltag genutzt?

Heutzutage gehört die Nutzung der digitalen Technologien für die Mehrheit der Menschen zum Alltag. Die Postbank hat auch dieses Jahr eine Studie zur Digitalisierung und über das Verhalten der Bundesbürger bzgl. der Nutzung digitaler Medien und des Internets untersucht. Die Digitalstudie hat gezeigt, dass die Deutschen im Durchschnitt rund 49,9 Stunden pro Woche im Internet verbringen. Das sind knapp 10 Stunden mehr als eine durchschnittliche Arbeitswoche eines Vollzeitangestellten. Ein Digital Native verbringt sogar stolze 65 Stunden pro Woche online.
 

 

Die Chancen und Vorteile der Digitalisierung im Alltag

Digitalisierung heißt nicht nur „World Wide Web“, „Online Shopping“ oder „Siri und Alexa“. Heute sind die Möglichkeiten unendlich, denn wir sind alle weltweit vernetzt. Ob Skype, WhatsApp oder Facetime, man kann privat und geschäftlich schnell, effizient und kostengünstig oder gar kostenlos kommunizieren. Die digitale Zusammenarbeit hat dadurch zunehmend an Priorität in jedem Unternehmen gewonnen. Wir sprechen hier nicht nur von Homeoffice-Regelungen, sondern auch von Online Meetings, Webinaren und sogar Online-Weiterbildungen und Studienplätzen. Die digitale Welt kennt nämlich keine Landesgrenzen.

Ein weiterer Pluspunkt der Digitalisierung ist die Optimierung der Industrie mithilfe künstlicher Intelligenz. 61,4 Prozent der befragten schweizerischen Unternehmen (MSM Research, Statista 2019) sind davon überzeugt, dass die digitalen, operationellen Prozesse - von der Fertigung bis hin zur Auslieferung - immer wichtiger werden. Was bisher also in der physischen Welt häufig mit Stift und Papier zu erledigen war, findet heutzutage zunehmend in digitalen Prozessen statt.
Das ist besonders stark bei der Immobilienbranche zu spüren, denn diese Branche wacht jetzt langsam auf. Mithilfe künstlicher Intelligenz und Immobiliendigitalisierung werden Prozesse vereinfacht. Bei umfangreichen Bauprojekten werden Kosten gespart, Potenziale und Probleme werden frühzeitig erkannt, Due Diligences können schneller und effizienter durchgeführt werden und man denkt umweltfreundlicher und nachhaltiger, denn der Papierbedarf geringer wird. Dank der Grundrissanalyse von Convaron werden wichtige und große Datenmengen digitalisiert und übersichtlich in einer Datenbank dargestellt. Auf Wunsch können all diese Grundrissinformationen und Pläne visualisiert werden.
 

 

Vorteile einer digitalen Welt:

  • Informationen & Daten von überall erreichbar

  • Mehr Effizienz, Transparenz & Planbarkeit – Daten sind maschinell lesbar und dadurch mehrfach, aber auch schneller zu verarbeiten und zu durchsuchen

  • Mithilfe von Komprimierungsalgorithmen wird der Speicherbedarf erheblich reduziert

  • Möglichkeit der Langzeitarchivierung ohne Qualitäts- und Informationsverlust

  • Kostenersparnisse in allen Bereichen

  • umweltfreundlich, da geringer Papierbedarf

 

Risiken einer digitalen Welt:

  • Hoher Umstellungsaufwand

  • Das digitale Leben ändert sich rapide – wir denken zurück an die veralteten Disketten, CD-Laufwerke, aber auch Computer und Laptops – die Technologie wartet nicht

  • Cyberattacken sind heutzutage ein hohes Risiko für alle, die mit sensiblen Daten arbeiten

Digitalisierung – wo bleibt der Mensch?

Die Digitalisierung umfasst alle Lebensbereiche. Unsere Freundschaften, familiären Situationen und allgemein unsere private Kommunikation laufen digital ab. Wir kaufen online, egal ob Lebensmittel, Möbel oder Kleidung. Wir sind ortsunabhängiger und viel flexibler. Allerdings führt diese rapide Veränderung auch dazu, dass sich viele Menschen, besonders die Digital Immigrants (Menschen, die nicht in der Ära der Digitalisierung geboren sind, sondern den Umgang mit Digitaltechnologien jetzt lernen müssen), sich teilweise auch überfordert fühlen.

Aber was bedeutet die Digitalisierung in der Arbeitswelt? Das heißt zum einen Umwandlung und Neuausrichtung der Unternehmensprozesse, und zum anderen eine Veränderung des klassischen Arbeitsplatzes. Deswegen ist die Furcht von der Digitalisierung noch groß. Laut der Umfrage der DIHK (Statista 2018) sind 38 Prozent der befragten Bundesbürger der Meinung, dass die Digitalisierung Arbeitsplätze vernichtet. Ja, die traditionellen Arbeitsplätze werden dadurch überflüssig, aber man muss dabei auch bedenken, dass viele neue Arbeitsstellen und Berufe mithilfe der Digitalisierung entstehen. Das gilt nicht nur für IT-Abteilungen. Dieser Wandel betrifft alle Unternehmensprozesse und -abteilungen. Neue Berufsbilder entstehen etwa im Online und Digital Marketing, im Innovationsmanagement, in speziellen Bereichen wie BIM, KI-Management oder Data Science und noch viele mehr.

 

Fazit: Wohin führt die Digitalisierung hin?

Die Deutschen nutzen zunehmend Anwendungen, die ihren Alltag gezielt erleichtern, und bauen diese digitalen Angebote immer stärker in ihr tägliches Leben ein. Wer hier nicht mitspielt, verliert den Anschluss.
Dennoch gibt es immer noch Bereiche, die von der Digitalisierung nicht betroffen sind und wo vieles noch manuell erledigt wird. Bei staatlichen Institutionen oder sogar in der Immobilienbranche legt man immer noch viel Wert auf die Unterlagen in Papierform. „Wo steht die Immobilienbranche in zehn Jahren?“ haben wir Dr. Chris Richter, Geschäftsführer von Animus (IT Software für Immobilienunternehmen) beim diesjährigen REAL PropTech Event gefragt. „Die Akzeptanz der Jugend im Bezug zur Digitalisierung steigt von Tag zu Tag immer mehr. Ich hoffe, dass die Immobilienbranche deutlich stärker digitalisiert wird, was am Ende auch zu höherer Geschwindigkeit und Effizienzsteigerung führt. Die Immobilienbranche braucht diesbezüglich global in Unterbereichen ein wenig Unterstützung von den PropTechs. Bei der Digitalisierung geht es also prinzipiell um die Reduktion von Ineffizienz!“ – so Dr. Chris Richter.
Eine weitere Eigenschaft der Digitalisierung besteht darin, dass sich sie die Grenzen zwischen Realität und Virtualität immer mehr auflösen. Convaron und VRnow sind bereits diesem Trend gefolgt und bieten begehbare Räumlichkeiten für den modernen Immobilienmarkt.

 

Digitalisieren und visualisieren Sie Ihre Immobilie.